JENDSCH
FEUERWEHRPRESSE
FIRE PRESS

Presse- und Werbeagentur Wolfgang Jendsch
Fachagentur für Brandschutz und Rettungsdienst
 

Vorbild und Modell
Borgward-Mannschafts- und Gerätefahrzeug
Roco Nr. 754 (miniTanks) - Lkw/Kübelwagen Borgward B 2000, HO/1:87


Der Borgward-Kübelwagen B 2000 in militärischer Version.
Bei den Feuerwehren und den Hilfs- und Rettungsorganisationen wurde ein solches Fahrzeug häufig eingesetzt.

Ein Überraschung - und dazu eine sicher gelungene Überraschung -  war dieses völlig neu konzipierte Modell der Firma Roco allemal. Herausgebracht wurde es in der militärischen Grundversion (Bundeswehr) als Borgward B 2000 "Kübelwagen" - auf zivile Versionen zum Beispiel aus den Bereichen der Feuerwehren und des Katastrophenschutzes darf gehofft werden. Das hervorragend detaillierte Modell, das sich zudem sowohl in der mit Stoffdach geschlossenen als auch in der offenen Variante darstellen lässt, bietet sich bestens an für Umbauten und Veränderungen nach Vorbildern der Feuerwehren, des Bundesgrenzschutzes, der Sanitäts- und der Katastrophenschutz-Organisationen. Für fortgeschrittene Modellbauer wäre sogar der Umbau in die Pritschen-Variante des B 2000 möglich, auf die an dieser Stelle jedoch nicht eingegangen werden soll.

Zum Vorbild
Der Borgward B 2000 A/O "Kübelwagen" wurde in den Jahren 1955 bis 1975 als "mittelschwerer Lkw" (0,75 t) bei der Bundeswehr eingesetzt. Gleiche Fahrzeuge standen zudem beim Bundesgrenzschutz (BG) in Diensten. Ausgelegt waren die Fahrzeuge für eine Besatzung von neun Personen sowie zur heckseitigen Unterbringung unterschiedlicher technischer Ausstattungen. Auch die Feldjäger der Bundeswehr verfügten über Borgward-"Kübelwagen". Geschützt ist der Kübelwagen durch ein Stoffdach mit Kunststoff-Fensterscheiben - im Gegensatz zu einer späteren geschlossenen, jedoch eher selten genutzten Variante.
Nach der Ausmusterung aus der Bundeswehr wechselten die Borgward B 2000 nicht selten zu den kommunalen Feuerwehren sowie zu den im Katastrophenschutz tätigen Organisationen. So finden sich zahlreiche Vorbildfahrzeuge in den Bereichen "Brandschutz-Dienst", "ABC-Dienst", "Fernmelde-Dienst" und "Sanitätsdienst". Auch das Technische Hilfswerk (THW) verfügte über Einzelstücke des Kübelwagens.
Die Maße der Kübelwagen betragen 5285 mm (Länge), 1900 mm (Breite), 2575 mm (Höhe mit Dach) sowie 3200 mm (Radstand).


Als Tragkraftspritzenfahrzeug (TSF) lief dieser Borgward B 2000 bei der Freiwilligen Feuerwehr Oberkirch/Baden.
Am Modell ergänzt werden müssen lediglich das Blaulicht und der heckseitige Gerätekasten.


Weitere Beispiele für die Umgestaltung des Roco-Modells:
Im Bild links ein Mannschafts- und Gerätefahrzeug des Deutschen Roten Kreuzes, im Bild rechts ein Borgward in KatS-Diensten.

Zum Modell
Eigentlich gibt es nicht allzu viel zu tun, um das bestens detaillierte Grundmodell von Roco einem bereits ausgemusterten Vorbild der Oberkircher Feuerwehr anzupassen. Auch die Wahl der beiden anderen oben gezeigten Vorbildfahrzeuge macht hinsichtlich des Umbaues keinerlei Probleme.
Die Umbauschritte sind einfach:


Modell des ehemaligen Tragkraftspritzenfahrzeuges (TSF) der Freiwilligen Feuerwehr Oberkirch
im Massstab 1:87/HO.

Der grundsätzliche "Umbau", eigentlich besser die "Bau-Ergänzung", besteht aus dem Anbringen einer Stange mit einem Blaulicht sowie aus dem Anfertigen eines offenen Gerätekastens auf dem heckseitigen Aufbau.
So wird das Blaulicht an der linken Fahrzeugseite (in Fahrtrichtung) unmittelbar am Übergang Fahrertür/Motorraum angeklebt. Als Stange findet eine dünne Fahrzeugachse oder ein feiner Plastikstab Verwendung (ca. 1,7 cm Länge, Zubehör). Darauf aufgesetzt wird ein Blaulichtsockel (z.B. Herpa, kleine Form, weiss) mit dem entsprechenden blauen Rundumlicht.
Für den offenen Gerätekasten werden Aufbaubegrenzungen der Löschfahrzeuge (Zubehör Preiser, rot) verwendet, die den heckseitigen Aufbau des Modells begrenzen. Seiten und Boden werden zudem mit sehr dünnen Holzstreifen (Zubehör Preiser, ggf. Immitation) verkleidet. Mitgeführt werden in dieser Ablage Schlauchrollen, die aus dem Zubehör verschiedener Hersteller entnommen werden können.
Bei der geschlossenen Version des Fahrzeugs sollten Fensterscheiben aus dünnem Plastik am Dachteil angebracht werden.
Nach dem Lackieren und Trocknen des Modells werden Decals (Nassschiebe-Beschriftungen) jeweils an den Fahrertüren (Organisation, Ort, Ortswappen) sowie an den Beifahrertüren (dort: "Feuer-Notruf 112") angebracht. Decails sowie geeignete Kfz-Kennzeichen finden sich ebenfalls im Zubehör verschiedener Hersteller (zum Beispiel Preiser, Müller).


Detaillierungen und Veränderungen im Modell:
Blaues Rundumlicht auf einer Stange (Bild links), Gerätekasten auf dem heckseitigen Aufbau (Bild Mitte),Holzverkleidung im Gerätekasten (Bild rechts).
 

Herstellerdaten
Neuheiten-Auslieferung September 2004
Bezeichnung: Lkw Borgward (HO/1:87)
Bestellnummer: miniTanks 754
Ausgewiesener Preis: 10,00 Euro
Weitere Informationen des Herstellers im Internet: www.minitanks.at, www.roco.co.at

Hinweis: Die Beiträge dieser Reihe werden künftig in erweiterter Ausführung sowie mit zusätzlichen Bildern und Hinweisen versehen
auch als pdf-Dateien sowie als Serie auf CD-ROM zur Verfügung stehen.
 


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